Aus dem Surfen gestern wurde nichts, ein extrem arges Gewitter ist über die ganz Region gezogen, da blieb ich lieber am sicheren Land. Stattdessen hab ich mir Udine angeschaut, eine wirklich nette und bauhistorisch interessante Stadt.
Aber was steht heut am Programm??? Zuerst mal was für die Bildung:
Triest liegt ja in einer Art Kessel, eingekreist vom Karst (=Carso, ital.) und dem Meer (= il Mare, ital.). Der Karst, wie er sicherlich aus den Winetou - Filmen, die ja im ehemaligen Yugoslavien gedreht wurden, wie die übrigen Karl May Filme natürlich auch, beginnt ja schon in der Region Triest. Von dort stammt der namensgebende Wein der "Strada del Vino Terrano", ein sehr erdiger Rotwein namens "Terrano" (nanetnana).
Im Carso selbst gibt es sogenannte Osmizen (pl. für Osmiza = Acht, slo.), die den österreichischen, respektive steirischen Buschenschänken nicht unähnliche "Etablissements" bzw. Winden, die neben Wein auch Speisen wie gekochte Eier (die in rauen Mengen) und homemade Fleisch, Käse und Brot anbieten. Als Weißwein gibts den über die Region hinaus bekannten Tocai. Beide Weine schmecken mir recht gut, wobei es mir der Terrano mehr angetan hat. Osmiza heißt Acht auf Slovenisch und bedeutet, das man einstmals der hier ansässigen slovenischen Minderheit an acht Tagen pro Jahr zugestanden hat, ihre Produkte zu verkaufen. Aber was sind schon acht Tage in der heutigen schnelllebigen Zeit, daher haben die Meisten viel viel länger auf. Ob eine Osmiza offen hat erkennt man wie auch in Österreich an den Buschen die gemeinsam mit einem roten Hinweispfeil am Straßenrand den Weg zum Weinkeller weisen.
Genau dorthin gehts heute noch, wenn ich mich mit Bekannten aus Österreiche treffe, die momentan hier auf Urlaub sind.
Mehr, wenn ich wieder zurück bin.
GLG
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